History

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MONSKY, Max,
* 9.3. 1876 in Olschöwen/Ostpreußen als Sohn eines Gutsbesitzers,
† 25.4. 1969 in Mödling,

Von 1905 bis Ende 1911 war er Pfarrer in Krems. Von 1906 bis 1941 gab er die christliche Zeitschrift „Wahrheit und Liebe“ heraus. Zum 1. Januar 1912 wurde er von der unter seiner Mitwirkung gegründeten Evangelischen Gesellschaft in Österreich (1938 aufgelöst) zum Generalsekretär berufen.

Ziel der Gesellschaft war es „Verständnis und Interesse für die Förderung und Vertiefung evangelisch-christlichen Glaubenslebens und für die Gemeinschaftspflege zu wecken und zu kräftigen.“ Dies sollte durch öffentliche Vorträge, Versammlungen und Konferenzen erreicht werden. Während des Ersten Weltkrieges hielt M. wiederholt Vorträge vor Fronttruppen, unter anderem zur Alkohol-, zur religiösen und zur Sittlichkeitsfrage im Krieg.

Als einen Grund für den Zusammenbruch Deutschlands und Österreichs 1918 sah M. die Abkehr des Volkes vom Evangelium an. „Zurück zum Evangelium“ war für ihn der einzige „Weg zur Rettung.“ Er suchte neue Wege, „um mit dem Evangelium auch an die gottentfremdeten Massen zu gelangen.“

Ab Februar/März 1919 gründete er daher in mehreren österreichischen Landeshauptstädten Volksmissionsgesellschaften. Sein Motto war: „Nicht warten, bis die Leute zur Kirche kommen, sondern hinein mit dem Evangelium ins Volk, und zwar in einer Form, in der es auch von Gott ganz entfremdeten Menschen verstanden werden kann!“

Hierzu nutzte er Hilfsmittel wie Presse, Plakate, Handzettel und Radio. Um die Idee der Volksmission zu fördern führten ihn Predigt- und Vortragsreisen durch ganz Österreich, Deutschland und die Schweiz. 1925 unternahm er darüber hinaus eine siebenmonatige Amerikareise. Da die Volksmission seiner Ansicht nach aber eher die „Intelligenz“ und den Mittelstand ansprach, engagierte sich M. auch in der Arbeitermission.

Nach Kriegsende 1945 sah M. eine ähnliche Situation wie 1918 gegeben und hielt an seinem Einsatz für die Volksmission fest. In den ersten Jahren nach Kriegsende reiste er besonders zu Flüchtlingslagern und zu angesiedelten Heimatvertriebenen. Bis zu seinem 92. Lebensjahr wählte er als Weg für den volksmissionarischen Dienst Strassenpredigten.