Schuld blockiert den Segen

(Josua 7, 1-12) - Predigtkonzept: Günter Körber

Einleitung - Was ist Segen?
Der Anfang der Sünde
Die Konsequenzen der Sünde
Sünde er- und bekennen

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Einleitung - Was ist Segen?

Beim Vorbereiten dieses Textes ist in mir die Frage sehr stark aufgetaucht – Was verstehe ich und was könnten andere unter Segen verstehen?

Üblicherweise wird dieses Wort in unseren Breiten für Gesundheit, Reichtum und viele andere scheinbar wichtige materielle Dinge herangezogen. Vielleicht auch für ein ausgewogenes Leben ohne Konflikte und Sorgen. Es ist ein Segen dass...; nur die Sekundärerscheinungen sind wichtig – für mein Ego.

Was meint aber die Bibel mit dem Begriff Segen?

Es gibt ein Grundproblem des Menschen und dieses beeinflusst sein ganzes Leben. Das ist die Trennung von Gott. Das Geschöpf ist vom Schöpfer getrennt und tickt daher nicht mehr richtig. Die Bibel erzählt wie es dazu kam (Sündenfall) und durch das NT wissen wir wie diese Trennung wieder zwischen Mensch und Gott wieder aufgehoben werden kann.

Jesu sterben am Kreuz hat es ermöglicht, dass Menschen mit Gott wieder versöhnt werden können.

Und das nun auf diesem Fundament wieder ein persönliche Beziehung zwischen dem einzelnen Menschen und Gott möglich ist, das ist der wahre Segen und der Segen von dem die Bibel spricht. Denn Gott der Schöpfer kann wieder in einem solchen Leben Gestalt gewinnen und es vor dem Versucher, dem Teufel bewahren und es zu dem machen, wie er es von Anfang an wollte (Heiligung; geistliche Früchte...)

Dennoch können wir im NT in verschiedenen Briefen von Ermahnungen aus dem AT an die christliche Gemeinde lesen, dass sie sich nicht ihrem alten sündhaften Wandel zuwenden soll und damit der Segen Gottes wieder blockiert wird.

Der heutige Text ist eine solche Ermahnung und soll uns helfen aufzuwachen, zu verstehen wie gefährlich die Sünde ist und das wir die innige Beziehung zu Jesus brauchen um ihr nicht zu verfallen.

Der Anfang der Sünde

Das Naturel schlägt durch

– auch wenn Josua im ganzen Land gerühmt wurde (Vers 27). Warum? Nach dem Sieg ist die Gefahr der Versuchung gross.  Welche Siege hattest Du – bist Du Gott treu geblieben?

Die Schuld anderer blockiert den Segen Gottes für das ganze Volk.

Es steht im Text wortwörtlich „die Kinder Israel vergriffen sich“ obwohl nur Achan die schändliche Tat begangen hatte. Aber Israel ist eine Einheit vor Gott.
Gilt das für uns Christen auch? Sind wir nicht nur für unsere Angelegenheiten zuständig?
Nein auch wir hier, jeder Einzelne von uns – wenn er sich zu dieser Gemeinde VM zählt – gehört zu dieser Einheit VM. Und Gott betrachtet die VM auch als Einheit.

Warum auch als Einheit?

Die Gemeinde gehört zum Leib Christi und alle Glieder sind verbunden miteinander. Die öffentliche Sünde eines Gliedes am „Leib Christi“ belastet alle, sowie dann auch dessen Vergebungserfahrung allen zugute kommt. Der Leib Christi soll rein bleiben und keine erkannte Sünde soll geduldet werden. Im 1. Kor. 5, 1-7 können wir dies nachlesen. Diese Stelle im NT ist inhaltsmässig wie ein Spiegelbild zu der heutigen Stelle im AT zu sehen. Dort verursacht die Sünde eines Gliedes die geistige Kraftlosigkeit der Gemeinde in Korinth.

Was Gott als Gebanntes bezeichnet hat bleibt Gebanntes. Da helfen selbst die besten Überzeugungsreden und Argumentationen dagegen nichts. Der Teufel will uns immer davon überzeugen, dass Gott es nicht so gemeint haben könnte. 1. Könige 16,34 will Hiel von Bethel Jericho wieder aufbauen. Gottes Fluch – von Josua im Vers 26 angekündigt - trifft ihm auch wenn viel Zeit dazwischen verstrichen ist – die Zeit heilt nicht alle Wunden.

Gibt es in deinem Leben Dinge wo Gott Dir gezeigt hat Du sollst sie nicht mehr anrühren?

 

„Da erbrannte der Zorn des Herrn“
Warum sieht Josua Gottes Zorn nicht? Weis der Führer über sein Volk nicht bescheid? Er ist ahnungslos? Sicherlich die Tat ist im geheimen geschehen und im Kriegs-Getümmel untergegangen. War sich Josua zu sicher?

Ich denke eins ist mir dabei wichtig: Christ sein ist Teamarbeit! Und an alle Verantwortlichen in der Gemeinde ist dies eine Anfrage und Ermahnung sich um jeden einzelnen in der Gemeinde zu kümmern. Man verfällt leicht dem Gedanken alles ist eh in Ordnung. Die alt bewährten Mitarbeiter werden das schon machen. Sie haben es ja bisher auch getan. Warum soll ich mich da grosse Sorgen machen und um den Betreffenden kümmern. Auch wir führen einen Krieg und in diesem geistigen Kampf versucht der Teufel immer eine Schwachstelle zu finden. Und gerade die scheinbar Stärksten sind oft die am gefährdesten

Mir ist dabei die Art Hiobs ein Vorbild. Hiob 1, 5 Meine Söhne könnten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen. So tat Hiob alle Zeit. Hiob kann nicht in die Herzen der Söhne schauen aber er weis um die menschliche Natur – und die ist böse.

Treu zu sein ist zu wenig

Grundsätzlich ist Josua Gott treu und führt seinen Plan aus – das gelobte Land zu erobern. Auftrag Gottes (Josua 1, 1-9).

Ohne Gott zu fragen werden Kundschafter ausgeschickt und auf Rat der Kundschafter ein Angriff gestartet – sie sind ja eh schwach. Nur ein Teil des Kriegsvolkes soll losziehen. Aber Kleinigkeiten sind oft keine Kleinigkeiten.

Und lt. 4 Mose 27,21 soll Israel sich an den Priester Eleasar wenden damit der durch das Los Gottes Weisung einholt. Nachdem Bescheid Eleasars sollen dann Josua und alle Israeliten handeln. So wurde es Josua von Moses, der es von Gott so empfangen hatte, gesagt.

Im NT haben wir Gottes Geist erhalten. Wir brauchen kein Los werfen. Dennoch wir sind aufgefordert Gott zu fragen was der rechte Weg ist. Lassen wir Gottes Geist zu uns sprechen?
Gerade bei den sogenannten Kleinigkeiten vergessen wir darauf. Und oft sind diese Kleinigkeiten, das was einem nur nervt. Sie sind aber oft die Ursache dafür, dass Grosses nicht gelingt. (in Mathe bin ich ein AS was soll mir schon passieren?)

Gott will, dass wir auch im Kleinen treu sind.

Daneben kann falsch verstandene Treue auch der falsche Weg sein. Wir tun eine Sache (z.B.: Traktate verteilen am gleichen Ort – Erfahrung bei Reach the city) ohne Gott wirklich danach zu fragen. Gott will, dass wir wirklich hinhören.

Die Konsequenzen der Sünde

Die Niederlage ist schmerzhaft und kommt für Israel unerwartet. Gerade noch hat Israel das machtvolle Eingreifen Gottes erlebt und dann der Absturz. Schnell ist es dann aus mit unserer Kraft!!! Das Herz verzagt. Israel ist nur durch Gott gross. Nicht die eigene Kraft ist das massgebende. Nur Gott gibt die Grösse weil er der einzig Grosse ist.

Wie reagiert Josua? Für ihn ist alles unverständlich. Und letztlich klagt er Gott an. Gott ist ja an allem Schuld! So denken wir dann auch sehr oft.

Josua erinnert Gott aber auch an seinen grossen Namen. Er handelt dabei wie Moses als Stellvertreter vor Gott.

Wo sind wir gefordert für andere stellvertretend einzugreifen, Gott für sie zu bitten?

Sünde er- und bekennen

Gott lässt die Sünde erkennen

Wir können Sünde nur dann erkennen, wenn Gott zu uns spricht!

Und Gott antwortet. Klar und deutlich wird die Sünde Israels aufgezeigt. Und klar und deutlich sagt Gott, dass er seinen Segen zurückzieht – er wird hinfort nicht mit Israel sein - , wenn sie das Gebannte nicht aus ihrer Mitte tun. Die Beziehung zwischen Gott und Israel ist gestört. Das ist das Gegenteil von Segen.

Bei Gott gibt es kein vermischen. Er ist heilig und hasst die Sünde. Dies gilt bis heute so.

Frage an uns: Wo suchen wir die Gegenwart Gottes um unsere Sünden aufdecken zu lassen? Oder suchen wir nur den Gott der unsere Bedürfnisse befriedigt.

Anmerkung zu „Sünde erkennen“

Wir brauchen heute keinen menschlichen Vermittler mehr zwischen uns und Gott wie im AT. Wir haben ja alle den heiligen Geist. Leider aber können wir den Heiligen Geist auch dämpfen.

Deswegen ist es gut wenn man die Gebetspartnerschaft mit jemand anderen in der Gemeinde pflegt. Es bedarf der persönlichen Nähe zu der betreffenden Person, um diese ermahnen zu können. Wenn wir das NT betrachten, dann wird den Lehrern in der Gemeinde, dessen Schülern als auch allen Christen die Ermahnung untereinander befohlen (1. Thess. 5,11, Römer 12,1, …). Auch auf die rechte Art der Ermahnung wird sehr viel Wert gelegt (1. Tim. 5,1+19) mehrere Zeugen bei Ältesten.

Ziel ist die Heiligung des Einzelnen in der Gemeinde. Es ist ein gefährliches Zeichen, wenn in einer Gemeinde diese gegenseitige Förderung in der Heiligung aufgehört hat.

Frage: Wie fördern und ermahnen wir uns in der VM? (Auf Kurs halten  Segelboot)

Gott hat ein klares Nein zur Sünde

Gott will Umkehr – keine Kompromisse, kein Verhandlungsspielraum. Josua ist treu und gehorsam. Er befolgt Gottes Weisungen. Sofort gleich am nächsten Morgen ruft er das Volk zusammen um mittels des Loses herauszufinden bei wem das Gebannte anzutreffen ist.

Wenn Gott zu uns spricht dann dürfen wir nicht zögern. Ein Hinausschieben wäre eine weitere Sünde und würde die Situation nur weiter verschlimmern.

Parallelstelle im NT: 1. Kor. 5, 1-13

Gemeindezucht --> ein wenig Sauerteig kann den ganzen Teig durchsäuern!

Wie gehen wir mit Sünde in der Gemeinde um? Dem Evangelium schwersten Schaden zufügte und Schande auf den Namen des Herrn brachte. Paulus fordert die Gemeinde in Korinth auf Gemeindeglieder, die sich trotz Ermahnung nicht von ihrer Sünde trennen, aus der Gemeinschaft aus zuschliessen Sie stehen nicht mehr unter dem Segen Gottes sondern sind dem Teufel.

Vorgriff auf Text…

In unserem Text ist der Schuldige ist bereit seine Schuld zuzugeben und Gott die Ehre zu geben. Achan und seine Familie mussten für ihre Schuld sterben.

Die, die Jesus angenommen haben, haben es gut. Jesus ist für ihre Schuld gestorben. Sie müssen nicht sterben.

Dennoch die Frage!

Bist du heute bereit deine Schuld vor Jesus zu bringen?

Bedenke, dass deine nicht bekannte Schuld den Segen für die Gemeinde blockiert? Die Gemeinde geistlich schwächt und der geistliche Kampf in der Niederlage endet.

Bedenke, dass deine nicht bekannte Schuld das Evangelium in Verruf bringt?

Wenn Du siegreich wie Israel sein möchtest und die VM zu einer blühenden Gemeinde machen möchtest, dann bekenne deine Schuld.

Gott wird Dich und die VM segnen.

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